Flüchtlingshilfe

Das Rote Kreuz gehört zu den wenigen Organisationen, die sich auf eine jahrzehntelange Erfahrung in der Flüchtlingshilfe und -Unterbringung berufen können. Das Rote Kreuz gehört zu den aktiven Mitgestaltern der Menschenrechtskonventionen.

So betreibt auch der DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim e.V. aktive Flüchtlingshilfe:

In der Flüchtlingskrise wurden alle unsere ehrenamtlichen Kräfte gebunden und die Hauptamtlichen mussten binnen kürzester Zeit die umfassenden Anforderungen zusätzlich erfüllen. Überall, in unserem Geschäftsgebiet und über die Grenzen hinaus, wurden Helfer und Material für die überfüllten oder neu eingerichteten Erstaufnahme-Stellen von uns benötigt. Diese Projekte waren „Chefsache“ und wurden von allen Beteiligten bestmöglich umgesetzt.

In Hann.Münden wurde für Erstausstattung (Betten/Altkleider) in der Polizeischule gesorgt. Die beiden DRK-Shops des OV Münden leisteten Ausstattungshilfe für alle Flüchtlinge der Stadt. Friedland erhielt als Soforthilfe eine Palette Einmaldecken. Ende 2016 wird eine weitere Wohnunterkunft im ehemaligen Vereinskrankenhaus entstehen, mit Unterstützung des DRK.

Die BONVENO gGmbH, an der wir mit 20 % beteiligt sind neben vier weiteren Wohlfahrts-verbänden, schuf in zwei Einrichtungen ca. 300 Wohnplätze für die Flüchtlinge in Göttingen. Weitere Objekte sind für 2016 geplant und die Sozialarbeit wurde bereits in mehreren bestehenden Einrichtungen übernommen.

In der Erstaufnahme Wollershausen übernahmen wir den Sanitätsdienst rund um die Uhr. Inzwischen geschlossen, aber Umbau/Ausbau in 2016.

Auf den Zietenterrassen wurden innerhalb von 48 Stunden mehrere Hallen als Erstaufnahme-Einrichtung für 200 Personen von uns ausgestattet, Personal eingestellt und sofort beschäftigt. Für diesen gelungenen Einsatz wurden wir ausdrücklich von der Politik gelobt. Die Unterstützung von Ehrenamtlichen aus der Nachbarschaft, dem SC Hainberg, u.a. war überwältigend und sehr hilfreich. Im April 2016 wurde die Einrichtung geschlossen.

Im Dezember wurde vom Kirchenkreis bzw. Landkreis Northeim das „Haus der Integration“ in Wahmbeck geplant, welches im Januar 2016 durch uns in Betrieb ging mit bis zu 105 Wohnplätzen. Es ist eine Zwischenaufnahmestelle für Flüchtlinge, bis diese geeigneten Wohnraum innerhalb des Landkreises Northeim gefunden haben. Die Einrichtung ist nur für bereits registrierte Flüchtlinge. Hier werden bevorzugt Familien aufgenommen. Die Flüchtlinge werden dann auch in Gruppen oder in Familienverbünden untergebracht und organisieren sich möglichst selbst. Die Kinder gehen in den Kindergarten oder in die Grundschule in Lippoldsberg oder besuchen die Gesamtschule in Bodenfelde. Es gibt eine Dolmetscherin, einen Hausmeister und einen Sicherheitsdienst. Zeitweise gab es vor allem Iraker in Wahmbeck. Die Zuweisung der Flüchtlinge erfolgt immer kurzfristig. Man weiß vorher nie, wann wie viele kommen. Auch Kinder aus Wahmbeck sind schon zum Spielen ins Haus der Integration gekommen. „Nachdem die ersten Flüchtlinge ankamen entwickelte sich sofort ein friedliches Miteinander“, so die Leiterin der Einrichtung Frau Babara Fischer. Es gibt viele Integrationsangebote wie Deutschkurse, Kunstaktionen und Begegnungsnachmittage in Zusammenarbeit mit dem Sportverein, Heimatverein, Spielmannszug und der Kirchengemeinde. Die Einrichtung wurde zum Jahresende 2016 wieder geschlossen.

Im Mai 2016 wurde eine Wohnunterkunft auf der Siekhöhe, Göttingen für bis zu 400 Wohnplätze von uns übernommen.

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