Logo

Jugendliche trainierten Herz-Lungen-Wiederbelebung

Wiederbelebungsaktion und Notfall-Training für Siebtklässler des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG)

Anlässlich der Woche der Wiederbelebung, die noch bis Sonntag stattfindet, haben alle Siebtklässler des Göttinger OHG nun ein Notfall-Training durchlaufen. Die Schule hat die Aktion in ihren jährlichen Mobilitätstag eingebettet. Ältere Schülerinnen und Schüler, die zusätzlich als Schulsanitäter an der Schule aktiv sind, zeigten allen siebten Klassen, was es im Notfall zu tun gilt. Sogar die Herz-Lungen-Wiederbelebung wurde von jedem Jugendlichen an Übungsphantomen ausprobiert. Mit dabei waren Fachleute des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Berufsfeuerwehr Göttingen.

 

Wie spreche ich eine hilfsbedürftige Person richtig an? Wie wird ein Notruf abgesetzt? Und was gibt es bei einer Reanimation zu tun? Auf Initiative von Lehrerin Agnes Bleile, die am OHG unter anderem den Schulsanitätsdienst (SSD) betreut – und auch Erste Hilfe Ausbilderin beim DRK ist , haben die Schülerinnen und Schüler des Schulsanitätsdienstes die Anleitung jüngerer Jugendlicher übernommen. Schon als Fünftklässlerin war Laura Liebig (15) vom SSD am OHG begeistert – heute machen sie und ihre Mitschülerin Daria Körner (15) selbst beim SSD mit. Ab Klasse acht können sich die Schülerinnen und Schüler des OHG für diese Arbeitsgemeinschaft entscheiden. Mit Unterstützung des DRK-Kreisverbandes Göttingen-Northeim e.V. treffen sich die derzeitig 25 aktiven Schulsanitäter alle zwei Wochen, um neues Wissen auszutauschen und Erste-Hilfe-Maßnahmen zu trainieren. Zudem übernehmen sie Tag für Tag an ihrer Schule einen Sanitätsdienst, per Not-Handy werden sie immer dann hinzugeholt, wenn sich irgendwo eine Mitschülerin oder ein Mitschüler verletzt hat. „Vom Pflasteraufkleben bis hin zur Alarmierung des Rettungswagens ist alles an Hilfeleistungen dabei“, fasst Aristid Paulisch (17) zusammen. Aber auch in besondere Aktionen – wie dem Notfall-Training für alle Siebtklässler – ist die SSD-Arbeitsgemeinschaft an ihrer Schule eingebunden.

 

„Wir wollen die Zivilcourage an unserer Schule steigern, Berührungsgrenzen abbauen und Sicherheit vermitteln. Je häufiger eine Herz-Lungen-Wiederbelebung trainiert wird, umso selbstverständlicher wird das für die Schülerinnen und Schüler“, so Agnes Bleile als verantwortliche Lehrerin. Und auch bei den Jugendlichen kam das Notfall-Training gut an. „Es ist gut, sowas zu können, falls mal etwas passiert“, ist sich Torben Langer (13) sicher. Sophie Binfet (12) durfte vor der ganzen Gruppe den Notfall absetzen und unter Anleitung der Leitstelle den Anweisungen des Fachpersonals folgen. Mit gezielten Fragen navigierte die Leitstelle Sophie Binfet durch die simulierte Notsituation als Ersthelferin. Binfet: „Ich bin froh, dass ich jetzt für den Echtfall vorbereitet wäre.“ Das Rote Kreuz stellte das Equipment – wie beispielsweise die Übungsphantome – zur Verfügung. Und die Berufsfeuerwehr brachte Übungspuppen für einen Wiederbelebungs-Wettkampf mit, bei denen jeweils vier Schülerinnen und Schüler gegeneinander antreten konnten.

 

Auch für das DRK und die Berufsfeuerwehr war das Notfall-Training mit den Jugendlichen des OHG eine Bereicherung. „Gern beteiligen wir uns an solchen Aktivitäten. Denn frühzeitig fundiertes Erste-Hilfe-Wissen zu vermitteln, hilft im Notfall Menschenleben zu retten“, so Markus Schiffer, Fachbereichsleiter Erste Hilfe beim DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim e.V. Aber auch Martin Lier, stellvertretender Leiter des Rettungsdienstes für Stadt und Landkreis Göttingen sowie Oberarzt an der Universitätsmedizin Göttingen, betonte: „Es ist sehr gut, wenn es einen Ort gibt, wo alle Menschen die Reanimation lernen. Ein solches Schulprojekt ist ideal dafür. Wir sehen in unserer täglichen Arbeit, dass die Patienten eine höhere Überlebenschance haben, wenn die Erste Hilfe korrekt angewendet wurde.“ Jährliche Wiederholungen des Notfall-Trainings auch für andere Schuljahrgänge sind durch das OHG bereits in Planung.

 Im Bild zu sehen: Alle Siebtklässler des Otto-Hahn-Gymnasiums Göttingen konnten in einem Notfall-Training zusammen mit dem DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim e.V. und der Berufsfeuerwehr Göttingen selbst am Übungsphantom die Herz-Lungen-Wiederbelebung ausprobieren. Angeleitet wurden sie von älteren Schülerinnen und Schülern, die im Sanitätsdienst der Schule mitwirken.




« Zurück zur Übersicht

Die 15jährige Zehntklässlerin Daria Körner (rechts – am Boden) zeigt zusammen mit ihrer gleichaltrigen Mitschülerin Laura Liebig (links im Bild) im Beisein von Markus Schiffer, Fachbereichsleiter Erste Hilfe beim DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim e.V., den Jugendlichen der siebten Klassen des Otto-Hahn-Gymnasiums wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung funktioniert und was es im Notfall als Ersthelfer zu tun gibt.

Kontakt E-Mail 0551 38312-0 Facebook