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Personal des DRK-Impfzentrums Northeim feierlich verabschiedet

Immense Bilanz: 50.000 Arbeitsstunden, 90.000 Impfungen und 1.200.000 Blatt Papier

Der DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim e.V. nahm von seinem Personal im Impfzentrum Northeim Abschied. Zum 30. September wird das Impfzentrum, in dem seit Jahresbeginn insgesamt fast 90.000 Menschen geimpft worden, geschlossen. „Wir hätten mehr gekonnt, wenn zunächst mehr Impfstoff zur Verfügung gestanden hätte“, so Petra Reußner, Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbandes Göttingen-Northeim e.V., in ihren Abschiedsworten an die Belegschaft.

Besonders die gute Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk und den Einsatz der DRK-Bereitschaften beim Aufbau des Impfzentrums hob Reußner hevor. „Es ist häufig so beim DRK, die Gesellschaft fordert unsere Unterstützung an und wir setzen es in Windeseile um“, betonte Reußner. Aber auch von der sehr geringen Personalfluktuation zeigte sich Petra Reußner begeistert, so musste im DRK-Impfzentrum Northeim nicht wie anderswo etwa die Bundeswehr zeitweilig aushelfen. Reußner: „Besonders dankbar bin ich für die gute Zusammenarbeit zwischen dem Haupt- und Ehrenamt.“ Bis Ende August hatten die Haupt- und Ehrenamtlichen knapp 50.000 Stunden im Impfzentrum gearbeitet – in Spitzenzeiten waren es 91 Beschäftigte, davon 2 ehrenamtliche Kräfte gewesen. Mit 1,2 Millionen gedruckten Blättern Papier wurden auch enorme Papiermengen bewältigt, etwa in Form von ausgedruckten Einwilligungs- und Aufklärungsbögen oder QR-Codes für die Installierung elektronischer Impf-Apps.

Ein besonderer Dank der DRK-Chefin ging an Frank Beckmann, Kreisbereitschaftsleiter beim DRK und operativer Leiter des Impfzentrums. Reußner: „Herr Beckmann war das Gesicht des Impfzentrums als Organisator, Kümmerer, Ansprechpartner und vor allem Problemlöser und Ideengeber.“ Immer wieder neue Ideen – wie beispielsweise den Impfbus – gingen auf ihn zurück. Aber auch innerhalb des Impfzentrums-Teams hatte Beckmann viel Rückenhalt. Dies zeigte sich an Zwischenrufen wie „Und er war die Mutter der Kompanie“ ebenso wie an einem Bester-Chef-Orden, den sein Team ihm zur Verabschiedung überreichte. Sichtlich bewegt richtete Beckmann seinen Dank an seine Mitarbeitenden: „Wir haben echt was geleistet, oft von morgens bis abends und in der Nacht und am Wochenende. Das Team ist außergewöhnlich zusammengewachsen.“ Und Beckmann ergänzte, dass sie alle gemeinsam Teil etwas ganz Großen waren. Auch für die Impfzentrums-Beschäftigten war es ein emotionaler Abschied. „Schade ist, dass wir uns alle neue Jobs suchen müssen“, so Helga Höhne, die als Reinigungskraft im Impfzentrum arbeitete. Mit viel Empathie für ihre Patienten war Alexandra Fürsten als so genanntes impffähiges Personal bei der Sache. „Gerade für die älteren Menschen war das Impfzentrum sehr wichtig“, sagte die medizinische Fachangestellte.

Zum Abschluss teilte Reußner schweren Herzens mit, dass das DRK leider keine mobilen Impfteams haben werde. „Wir haben uns bemüht und uns beim Landkreis Northeim um die beiden Teams beworben – leider ist uns das nicht gelungen.“ Der Landkreis Northeim teilte zunächst mit, die Vergabe nach dem Zufallsprinzip auszulosen. Das DRK hätte nun lediglich den Zuschlag für nur eines der beiden mobilen Impfteams erhalten können, dies sei jedoch schlichtweg nicht wirtschaftlich. „Wir halten gerade im Katastrophenschutz einiges für die Kommunen vor, was uns als Hilfsorganisation viel Geld kostet. Daher müssen wir natürlich bei anderen Angeboten schon auch schauen, dass wir sie refinanziert bekommen. Der Verwaltungsaufwand jedoch für nur ein Impfteam ist viel zu hoch, so dass es nicht wirtschaftlich wäre“, so Reußner abschließend. Aber auch die Koordination der Impfteams bei nur zwei mobilen Teams sei erheblich einfacher, wenn dies als Lösung aus nur einer Hand erfolge. Abstimmungsschwierigkeiten zwischen verschiedenen Organisationen seien vorprogrammiert. Bedauerlich sei es für die DRK-Vorstandsvorsitzende, dass das Know-how des Roten Kreuzes nun keine Rolle mehr spiele.

 




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