Wie sprechen wir mit Kindern? Welche Glaubenssätze aus unserer eigenen Kindheit beeinflussen unser pädagogisches Handeln? Und üben wir – bewusst oder unbewusst – Macht gegenüber Kindern aus? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Fachkräfte der DRK-Kitas in einem praxisnahen Workshop.
Nach einem Impulsvortrag von DRK-Fachberaterin Sonja Jander-Schünemann setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit adultistischen Denk- und Sprachmustern auseinander. Die Sprachmultiplikatorin Tanja Hühne aus der DRK-Kita Kreiensen regte mit ihrem Adultismus-Poster dazu an, die Perspektive von Kindern einzunehmen. Typische Aussagen wie „Du bist doch erst fünf!“ oder „Dann hast du auch keinen Hunger.“ wurden aus Kindersicht betrachtet: Wie fühlt sich ein Kind in solchen Situationen? Was würde es am liebsten antworten? Gemeinsam wurden wertschätzende und respektvolle Formulierungen entwickelt.
Im zweiten Teil des Workshops richtete die Sprachmultiplikatorin Mareen Bode aus der DRK-Kita Jühnde den Blick auf das Thema Schimpfwörter. Wie gehen pädagogische Fachkräfte in der Kita mit Schimpfwörtern um? Was macht diese Wörter für Kinder so interessant? Zahlreiche Buchempfehlungen sowie kreative Fantasieschimpfwörter sorgten für einen lebendigen Austausch und lockerten die Atmosphäre auf.
Das wichtigste Fazit der Teilnehmenden: Die Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns ist ein fortlaufender Prozess. Sprache wirkt – und wir als Fachkräfte sind Vorbilder für die Kinder, die uns anvertraut sind. Ein bewusster, respektvoller Sprachgebrauch stärkt Kinder in ihrer Persönlichkeit und trägt zu einer wertschätzenden Beziehungsgestaltung bei.
Regelmäßige Fortbildungsangebote der DRK-Kitafachberatung sind ein fester Bestandteil für Fachkräfte aus den DRK-Kitas, um Kenntnisse zu vertiefen, eigenes pädagogisches Handeln zu reflektieren, sich auszutauschen und neues Wissen in den Kita-Alltag zu integrieren.






