· Pressemitteilung

„Oh je, unser Spielzeug macht Urlaub!“ – Einblick in die spielzeugfreie Zeit beim Elterncafé der DRK‑Kita Hedemünden

Ausstellung im Kita‑Flur mit mehreren von Kindern gebauten Konstruktionen aus Alltagsmaterialien wie Kartons, Rollen und Verpackungen. Die Werke stehen entlang großer Fenster auf Podesten
Vorbereiteter Raum für das Elterncafé in der Kita: Stuhlkreis, Flipchart, Tisch mit Materialien und eine Fotoleine mit Bildern aus dem Kita‑Alltag. Durch die Fenster ist der Außenbereich zu sehen

In der DRK‑Kita Hedemünden fand am 13. März 2026 das erste Elterncafé im Rahmen des Projekts „Spielzeugfreie Zeit“ statt – ein zweiter Termin folgte bereits in der darauffolgenden Woche. Zwei pädagogische Fachkräfte sowie die Sprachmultiplikatorin der Kita begrüßten die Eltern und gaben einen ausführlichen Einblick in Zielsetzung und Ablauf des Projekts. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kinder durch den bewussten Verzicht auf herkömmliches Spielzeug mehr Raum für Kreativität, Fantasie, Sprache und selbstbestimmtes Spiel erhalten.

Während der spielzeugfreien Zeit nutzen die Kinder stattdessen Decken, Kissen, Naturmaterialien, Verpackungen, Klammern, Kataloge und Alltagsgegenstände – Materialien, die vielfältige und offene Spielanlässe ermöglichen. Ein kurzer Film zeigte anschaulich, wie die Kinder diese Materialien im Alltag verwenden und welche wertvollen Lernprozesse dabei sichtbar werden.

Bei Kaffee und Kuchen ergab sich ein offener Austausch zwischen Eltern und Fachkräften. Im Erlebnisraum konnten die Eltern Fotos aus dem Kita‑Alltag, Plakate sowie eine kleine Ausstellung der in den vergangenen Wochen entstandenen Konstruktionen entdecken. Besonders viel Beachtung fand das Plakat „Kindermund“, auf dem Aussagen der Kinder zur spielzeugfreien Zeit gesammelt wurden. Die Rückmeldungen und Beobachtungen der Eltern wurden dokumentiert und fließen in die weitere pädagogische Arbeit der Kita ein.

Auch in den Gruppen zeigte sich, wie bereichernd die spielzeugfreie Zeit für alle war: Mit und ohne kleine Impulse entstanden beeindruckende Bauwerke, Rollenspiele und kreative Ideen. Außerdem nutzten die Gruppen die Wochen verstärkt, um Zeit im Wald und in der Natur zu verbringen – ein Ort, der stets neue Spiel- und Lernmöglichkeiten bietet.

Nach vier spannenden Wochen kamen die Kinder im Gruppenrat zusammen, um gemeinsam zu entscheiden, wie es weitergeht: Das Spielzeug darf nun Stück für Stück wieder einziehen.
Dabei bestimmen die Kinder selbst, welche Materialien zuerst in die Gruppenräume zurückkehren – ein wichtiger Teil ihrer Mitbestimmung und Partizipation im Kita‑Alltag.

Die spielzeugfreie Zeit hat erneut gezeigt, wie viel Potenzial im freien, fantasievollen Spiel steckt und wie selbstständig, erfinderisch und gemeinsam Kinder ihren Alltag gestalten können.